Gute Lehre an der Universität Bern

Digitale Lehre

Die gute Lehre ist die Visitenkarte jeder Universität, so auch der unsrigen. Das Ziel, die Studierenden in einer Form zu unterrichten, die sich am Lernerfolg orientiert, steht deshalb als Richtgrösse an vorderster Stelle in den strategischen Grundlagen der Universität Bern. So auch in der Digitalisierungsstrategie, die die Lehre als Teil der digitalen Transformation versteht, in welcher der Mensch im Zentrum steht. Dieses Verständnis entspricht den Angeboten der digitalen Lehre der Universität Bern. 

Die Universität Bern hat über die vergangenen Jahre hinweg die digitale Unterstützung der Lehre konsequent entwickelt und vorangetrieben. Diese Entwicklung erfuhr mit der Covid-Krise einen zusätzlichen Schub, indem sich plötzlich alle Lehrenden mit der Notwendigkeit der digitalen Lehre konfrontiert sahen. Im Laufe dieser Entwicklungen entstand ein beeindruckend breites Angebot von Werkzeugen und Hilfestellungen der digitalen Lehre, bei dem die Nutzenden leicht den Überblick verlieren können. 

Die vorliegende Handreichung will hier Orientierung schaffen, indem sie zeigt, wie Sie Ihre Lehre in der geeigneten Form mit digitalen Mitteln aufwerten können. Die Hinweise und Tipps in diesem Leitfaden sind erprobt und Studien belegen ihre Wirksamkeit. Sie sollen Ihnen dazu dienen, Ihre Lehre weiterzuentwickeln und Sie auf die Ressourcen verweisen, die die Universität Ihnen für die gute Lehre zur Verfügung stellt. 

Für Ihren wichtigen Einsatz als Lehrende im Dienste unserer Studierenden danke ich Ihnen herzlich und wünsche Ihnen viel Freude bei der Weiterentwicklung Ihres Unterrichts. 

Fritz Sager, VRL

  • Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Lehre durch ausgewählte und evidenzbasierte Methoden digital anreichern können.
  • Sie erhalten konkrete Tipps, wie Sie diese Methoden mit passenden E-Tools erfolgreich in Ihrer Lehre umsetzen können.
  • Für den direkten Austausch mit Berner Kolleg*innen, verweisen wir auf konkrete Praxisbeispiele und weiterführende Weiterbildungsangebote.
  • Interessierte Leser*innen finden in den digitalen Bücherregalen weiterführende Informationen und Hinweise zum Einsatz von konkreten E-Tools.
  • Die Universität Bern ist ein Ort der Präsenzlehre. Diese soll von den Lehrenden passgenau mit digitalen Lehr- und Lernformen ergänzt werden.
  • Die Präsenzlehre sollte primär für die selektive und aktive Vertiefung von Wissensinhalten, die konkrete Anwendung von Gelerntem und den sozialen Austausch genutzt werden.
  • Phasen der Vor- und Nachbereitung sollten primär der umfassenden Vermittlung und Erarbeitung von Wissensinhalten dienen.
  • Technologie im Dienst des Lernens: Der lernwirksame Einsatz digitaler Mittel beruht auf bewährten hochschuldidaktischen Prinzipien der Lehr-Lernforschung. Das E-Tool bleibt sonst wirkungslos.
  • The shift from teaching to learning: Wirksame Lehre erfordert einen Perspektivenwechsel vom Lehren zum Lernen. Anstelle des passiven Rezipierens sollte eine aktive und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit den Lerninhalten erfolgen.
  • Constructive Alignment: Erfolgreiche Hochschullehre richtet sich an Learning Outcomes aus, auf deren Basis passende Lernaktivitäten und Prüfungsformate zu konzipieren sind.
  • TAFEL-Prinzip: Transparente Leistungserwartungen, kognitive Aktivierung, informierendes Feedback und prozessbegleitende Evaluation sind zentrale Grundpfeiler wirksamer Lehrszenarien.

Voraussetzungen für digitales Lernen schaffen

Vermitteln Sie Ihren Studierenden die digitalen Kompetenzen, die es braucht, um an Ihren digital angereicherten Lehrveranstaltungen aktiv und reflektiv teilnehmen zu können.

Lehrvideos zielgerichtet einsetzen

Verschaffen Sie sich mit dem Einsatz von Lehrvideos Freiräume für die methodisch-didaktische Ausgestaltung der Präsenzphase.

Das Lernmanagementsystem ILIAS effektiv einsetzen

Nutzen Sie ILIAS als zentralen Ausgangspunkt, um in Ihren Lehrveranstaltungen zu kommunizieren, Lehrmittel, Aufgaben und Leistungskontrollen zur Verfügung zu stellen und eine Plattform zum Austausch zu offerieren.

Lernende in der Präsenzveranstaltung mit E-Tools passgenau aktivieren

Aktivieren Sie die Studierenden in Ihren Präsenzveranstaltungen mit E-Tools, um aus passiven Rezipierenden aktive Lernende zu machen.

Kollaboratives Lernen digital unterstützen

Setzen Sie E-Tools ein, um Ihre Studierenden für den Lernerfolg mitverantwortlich zu machen, indem Sie Gruppenaufgaben zielorientiert und gleichzeitig bearbeiten lassen.

Innovative formative Leistungskontrollen mit E-Assessments umsetzen

Setzen Sie formative Leistungskontrollen mit E-Tools um und geben Sie Studierenden so die Möglichkeit, ihren Lernstand einzuschätzen und Feedback dazu zu erhalten.

Innovative summative Leistungskontrollen mit E-Assessments umsetzen

Nutzen Sie E-Tools, um das Erreichen der Learning Outcomes zu messen und Leistungskontrollen effizient automatisiert auswerten zu lassen.

Finale Statements aus der HD und der iLUB

Die Verwendung digitaler Mittel kann für Lehrende eine Herausforderung darstellen. Wer sich seriös überlegt, wie Lernprozesse damit effektiv unterstützt werden können, befasst sich unweigerlich mit Prinzipien, die aus der Forschung zu Hochschuldidaktik, Lernen und Multimedia abgeleitet sind. An der Universität Bern wird ein evidenz-orientierter Ansatz verfolgt. Die Tools sind nicht Selbstzweck, sondern werden zielorientiert auf der Basis von Forschungsergebnissen integriert. Der Lehrkörper wird mit diesen Herausforderungen aber nicht allein gelassen. Es stehen Teams mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten zur Verfügung, die nicht nur Hintergrundinformationen publizieren, sondern den Lehrenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenden Sie sich hierzu gerne an die entsprechenden Kontaktstellen. Zudem wird die Innovation in der Lehre aktiv durch weitere Massnahmen gefördert, beispielsweise durch das Programm zur Förderung innovativer Lehre (FIL) oder durch die Möglichkeit, die Unterstützung von eCoaches zu beantragen.

 

Informieren Sie sich auf den folgenden Websites: